An dieſer Stelle möchte einmal meine erſten Erfahrungen mit Exherbo vorſtellen:
Was iſt Exherbo?
Exherbo iſt eine quellenbaſierte Linuxdiſtribution, die Paludis als Paketmanager nutzt und ein cooles Maskottchen hat, das Zebrapig (Lizenz):

Was unterſcheidet Exherbo von anderen Diſtributionen bzw. was iſt daran ſo beſonders?
„Quellenbaſiert, gibt es nicht Gentoo?“, werden Sie ſich ſicherlich fragen. Ja, Gentoo gibt es und einige Unzulänglichkeiten bei Gentoo haben ſozuſagen zum Start von Exherbo geführt, denn die meiſten der Entwickler ſind ehemalige Gentooentwickler.
Das Beſondere iſt jedoch, daſs es nur 25 Hauptentwickler gibt und trotzdem genug Pakete für die wichtigſten Programme. Doch wie iſt das möglich? Nun, man wird ermutigt ſelbſt etwas beizutragen oder eigene Repoſitorien für den Paketmanager Paludis einzurichten. (Kleine Notiz am Rande vor etwa einen halben Jahr war es noch anders, da ſtand auf der Webſeite, übertrieben geſagt: „Gehen Sie weg!“ und es ſchien ſehr viele Gründe gegeben zu haben, denn damals war das Syſtem noch ſehr inſtabil und es fehlten z. B. Pakete für KDE oder ein Initſyſtem.)
Doch wie können Sie nun beitragen? Im Gegenſatz zu vielen anderen Openſourceprojekten findet die hauptſächliche Entwicklung nicht über Mailingliſten und Bugtracker ſondern im IRC-Kanal #exherbo auf Freenode ſtatt. Dort gibt es nämlich den wunderbaren Bot hacchi. Dieſer Bot verwaltet die Meldungen über etwaige Patches und ſendet einmal pro Stunde eine Errinerung an den Kanal, damit die Patches nicht vergeſſen werden, ſo ſind etwaige Änderungen ſchnell erledigt.
Der Ablauf wie man einen Patch beiſteuern kann, iſt eigenlich der folgende:
- Sie haben die entſprechenden Dateien aus dem entſprechenden Git-Repoſitorium geklont, bearbeitet und lokal commitet.
- Sie erſtellen einen Patch mit git
patch format-patch. (Danke für den Hinweis) - Sie laden dieſen Patch mit wgetpaste auf einen Nopaſte-Service hoch.
- Sie gehen nach #exherbo und veranlaſſen hacchi mit !pq <URL> ::<Repoſitorium> den Patch in die Warteſchlange aufzunehmen.
Wie kam ich zu Exherbo?
Nun ganz einfach, einer der Entwickler iſt auch ein Neoling
. Zuerſt hatte ich Exherbo keine Beachtung geſchenkt, denn damals ſtand auf der Webſeite noch, daſs man lieber die Finger davon laſſen ſollte. Doch ſo gegen Dezember ſagte er, daſs Exherbo eigentlich ganz gut benutzbar ſei und ein paar Neolinge fingen an es zu inſtallieren, alle natürlich freiwillig und ohne Zwang.
Dies tat auch ich. Jedoch waren meine erſten Verſuche nicht von Erfolg gekrönt. Dies lag zum Teil daran, daſs ich es mit virtuellen Maſchinen verſuchte. Zuerſt nam ich das etwas veraltete Qemu-Image, was auch der Grund war, warum nichts funktionierte. Das durch ein automatiſches Skript erſtellte Image ging auch in die Binſen. Alſo verſuchte ich es mit einer Inſtallation in Virtualbox dies klappte eigentlich ganz gut, nur dauerte die Inſtallation und das Kompilieren Tage, ſo daſs ich auch dort genervt aufgab und es doch mit einer Chroot verſuchte, wie mir mehrfach eigentlich empfohlen worden war (naja manchmal bin ich auch etwas dickköpfig) und ſiehe da: Es funktioniert wunderbar.
Inzwiſchen läuft Exherbo ſchon eine Weile ganz ſtabil in meiner Chroot von Ubuntu aus und ich glaube, ich könnte daraus mal eine richtige Inſtallation mit Kernel und Grub machen.
Jedoch bei dem Lob möchte ich eine Sache nicht verſchweigen: Leider iſt das Paket für Texlive kaputt
. Alſo bleibt nur es per Hand zu inſtallieren.
Aber wie ich gehört habe, ſoll Exherbo irgendwann mal direkten CTAN-Zugriff und andere ſolche Dinge haben
. Alſo ſehe ich frohen Mutes in die Zukunft.
Kommentare
Do, 04.03.2010 06:46
Mo, 15.02.2010 21:47
Mo, 15.02.2010 20:50